Gewässergüte im Versorgungsgebiet des WAZ
Gewässergüte im Versorgungsgebiet des WAZ
Leitorganismen Gewässergüte 1
Leitorganismen Gewässergüte 1
Leitorganismen Gewässergüte 1-2
Leitorganismen Gewässergüte 1-2
Leitorganismen Gewässergüte 2
Leitorganismen Gewässergüte 2
Leitorganismen Gewässergüte 2-3
Leitorganismen Gewässergüte 2-3
Leitorganismen Gewässergüte 3
Leitorganismen Gewässergüte 3
Leitorganismen Gewässergüte 3-4
Leitorganismen Gewässergüte 3-4
Leitorganismen Gewässergüte 4
Leitorganismen Gewässergüte 4

Artenreihen und Leitorganismen geben Auskunft über die Gewässerqualität

Alle Gewässer verfügen über eine natürliche Selbstreinigungskraft. Die „Putzarbeit“ übernehmen Mikroorganismen – „Gute“ bauen unter Sauerstoffaufnahme (aerob) durch Stoffwechselprozesse Nähr- und Schadstoffe ab, während die „Bösen“ für ihre Ernährung keinen Sauerstoff benötigen (anaerob), dagegen beim Abbauprozess giftige Stoffe produzieren. Im Normalfall stellt sich ein Gleichgewicht zwischen diesen Prozessen ein. Stehen in einem Gewässer zu viele Nährstoffe zur Verfügung, so wird beim Abbau zu viel Sauerstoff verbraucht, das Gleichgewicht verschiebt sich in Richtung anaerob. Gleiches geschieht, wenn Gifte die aeroben Mikroorganismen abtöten. Allgemein unterscheidet man zwischen Gewässerqualität 1 bis 4, die einzelnen Gewässergüteklassen beschreiben sich nach folgenden Kriterien.

Gewässergüte 1

unbelastet bis sehr gering belastet
(Wasser klar, nährstoffarm, sauerstoffreich)

Gewässergüte 1-2

gering belastet
(Wasser klar, Mineralstoffgehalt gering, sauerstoffreich)

Gewässergüte 2

mäßig belastet
(mäßige Verunreinigung mit organischen Stoffen, Abnahme des Sauerstoffgehaltes)

Gewässergüte 2-3

kritisch belastet
(Wasser trüb durch Belastung mit organischen Stoffen, geringer Sauerstoffgehalt)

Gewässergüte 3

stark verschmutzt
(Wasser trüb durch Abwasser, Beginn der Faulschlammablagerung, Sauerstoffmangel)

Gewässergüte 3-4

sehr stark verschmutzt
(Wasser trüb, Faulschlamm, großer Sauerstoffmangel)

Gewässergüte 4

übermäßig stark verschmutzt
(sehr großer Sauerstoffmangel, hoher Gehalt an organischen Stoffen, Boden schwarz durch Faulschlamm, Bildung von Schwefelwasserstoff (Geruch))

An die daraus entstehenden verschiedenen Bedingungen haben sich bestimmte Organismen bestens angepasst. Ausgewählte Lebewesen werden als Leitorganismen bezeichnet. Ihre Existenz im Gewässer kann zur Beschreibung der Gewässerqualität genutzt werden. In den Bildtafeln sind die wichtigsten Leitorganismen zusammengefasst.