Vorgeschichte der Kläranlage Steinach
Bislang erfolgte die Abwasserableitung und Abwasseraufbereitung in der Stadt Steinach in der Gestalt, dass die in den Haushalten und Gewerbebetrieben anfallenden Abwässer entweder nur mechanisch durch einen Absetzvorgang oder teilbiologisch gereinigt wurden. Die Überläufe der Klärgruben wurden entweder direkt in die örtlichen Vorfluter oder über Teilortskanäle in die Vorflut eingeleitet.
Diese führte zu einer insgesamt sehr hohen Belastung der örtlichen Vorfluter, insbesondere der Steinach, weil die Reinigungsleistung der häuslichen Klärgruben weit unter den Möglichkeiten einer zentralen vollbiologischen Anlage liegt. Aber auch die Abwasserableitung in Steinach selbst genügte vielfach heutigen Anforderungen nicht mehr. Sowohl hinsichtlich Verlegetiefe, Kanalmaterial und insbesondere des Zustandes der Kanäle.
Deshalb war es zwingend notwendig, dass bevor mit den Planungen der Kläranlage Steinach begonnen werden konnte, die Planung für die zukünftige Kanalisation der Stadt Steinach erarbeitet wurde. Damit ergab sich bereits zur Inbetriebnahme der Kläranlage für rund 70 % der Einwohner von Steinach die Anschlussmöglichkeit.
Mit der Inbetriebnahme der Kläranlage Steinach wurde sichergestellt, dass der Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverband Sonneberg seine Verpflichtungen zur Einhaltung der EU-Richtlinie 91/271 bzw. der Thüringer Kommunalabwasserverordnung erfüllen konnte. Jetzt werden die geforderten Abwassernormen für zweitgrößte Verbandsgemeinde des Versorgungsgebietes- die Stadt Steinach - in zeitgemäßer Art und Weise erfüllt.
Die Kläranlage Steinach leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Gewässergüte des gleichnamigen Gewässers und in Verbindung mit dem Neuaufbau der Kanalisation bekommt die Stadt Steinach eine zeitgemäße kleinstädtische Abwasserinfrastruktur.




